Der Tag der Abreise begann für die Trachten-WG mit einer letzten Herausforderung, denn das Apartment sollte bis zwölf übergabefertig sein, wir wurden allerdings erst um elf geweckt und hatten unglücklicherweise noch nicht gepackt oder zusammen geräumt. Aber auch dies konnte die so erfolgreiche Trachten-WG meistern und zeitgemäß abreisen (war eigentlich auch nicht so schlimm wie hier der Eindruck entstehen könnte).

An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen Stipendiaten, IG- und Clubmitgliedern für die tolle Zeit in Alpbach und schließe mit einem Zitat von Lao-Tse passend zum Themenschwerpunkt des diesjährigen europäischen Forum Alpbach:

„Wer nicht genügend vertraut, wird kein Vertrauen finden.“
Der Heimreiseverkehr der am Donnerstag nachdem letzten gemeinsamen Mittagessen im Gasthof „Jakober“ begann, setzte sich auch am Freitag fort. Bis zur Mittagszeit hatten bereits mehr als die Hälfte der Stipendiaten aus Niederösterreich ihre Heimreise angetreten. Aber nicht nur die Niederösterreicher brachen ihre Zelte ab und so konnten sich die wenigen, die noch zurückgeblieben waren um den Baukultur- oder Gesundheitsgesprächen beizuwohnen, nach und nach besser vorstellen, dass Alpbach eigentlich ein verschlafenes Dorf in den Alpen ist und vielleicht doch nicht das Zentrum Europas. :-)
Nach einer interessanten und intensiven Diskussion über die verschiedenen Gesundheitssysteme Europas bzw. einer möglichen Reform, traf sich der harte Kern der Niederösterreicher im Berghof zu einem gemeinsamen Mittagessen. Im Rahmen dieses Essens berichtete uns der größere der beiden Johannes, oder wie ihn manche von uns liebevoll nennen Popeye, von seiner Abschlussprüfung im Zuge der Summer School. Sein gutes Gefühl wurde dann im Laufe des Nachmittags auch bestätigt, denn wie sich herausstellte erbrachte er die viert beste Leistung. Auch Matthias hatte interessantes von seiner Schwester einer Kunstgeschichtsstudentin zu berichten. ;-)
Beim abendlichen Empfang wurden die noch verbliebenen Stipendiaten für ihre Ausdauer belohnt: ein sehr gutes Buffet, kein Gedränge, kein langes Anstellen und genug zu Essen für alle. Die Gruppe ließ den Abend im Zuge des Abschlussclubbings noch gemütlich und tanzend ausklingen ...
Am 1. September 1939 begann mit dem Einmarsch in Polen der 2. Weltkrieg. Ein Krieg, der vor allem Europa zerrüttete. Genau 70 Jahre später finden sich in einem kleinen, aber feinen Bergdorf, europäische Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft zusammen, um die Vision EUROPA gemeinsam auszutauschen.

Was nehme ich von diesem Tag, dem Dienstag 1. September 2009, mit?

In der Diskussion "Die zukünftige Gestalt Europas: Visionen und Realität" nahm auch Ahmet Shala, der Finanz-u. Wirtschaftsminister Kosovos teil. Ein Land mit 2 Mio Einwohnern, kleiner als Oberösterreich, mitten im Balkan, dem "Pulverfass Europas" und einer von Krieg beeinflussten Geschichte. Herr Shala sprach von seinen persönlichen Erlebnissen auf Reisen und der gemeinsamen Währung Euro. Mich faszinierten, neben seiner tollen Rhetorik und besten Englischkenntnissen, dass er sich zuerst als Europäer begreift. Seine Visionen für den Kosovo sind: wirtschaftlicher Aufbau, Wohlstand und Sicherheit des Landes durch eine zukünftige Aufnahme in die EU.

Das ist für mich EUROPA: ein Dorf mit Häusern verschiedener Nationen, Sprachen und Traditionen. Ahmet Shala gab mir heute die Hoffnung, dass aus der Baustelle Kosovo bald ein prächtiges Haus inmitten des friedlichen Dorfes entsteht.

PS: Parallen zum Europadorf Alpbach sind herzlich willkommen!
Der Tag startete für das 8er-Mädels-Appartment heute bereits um 5:30… Kathi brachte Verena am Bahnhof, die uns leider - wegen eines absolut uninteressanten, reizlosen Praktikums in dem unbekannten Nest Den Haag ;-) - frühzeitig verlassen musste. Ihre Abreise fand sehr schnell Missfallen, wie Franzi bereits beim Frühstück bemerkte: „ na, geh, jetz is die Verena weg, jetz könn ma gleich nach Haus fahren!“ und später: „na super, jetzt werd ma ja immer verschlafen, wenn die Verena nicht da is. Die hat uns immer aufgeweckt und motiviert in die Seminare und Gespräche zu gehen.“ Ja, liebe Verena, du fehlst uns jetzt schon - ab sofort muss jemand anderer den Einschlaf-Part bei diversen Veranstaltungen für dich übernehmen ;-) ... Wir wünschen dir jedenfalls viel Spaß bei deinem Praktikum!

Um 9 Uhr fand bereits das erste Gespräch der heutigen politischen Gespräche statt, welches nur wenige besuchten. Der Großteil beschloss, soeben vom Wecker aus den Federn geklingelt, sich noch mal zur Seite zu drehen, die Decke über den Kopf zu ziehen und noch ein Ründchen zu mützen…
5 vor 12 stürmte Berni, welche vom „Coldplay-Konzert“ aus Udine bzw. Einfach nur aus Udine (Erklärung folgt) kam, ins 8-er Appartment. Alle wollten sogleich wissen, wie ihr das Konzert gefallen hat... Darauf die schaumgebremste Antwort: „Gut, sehr gut... des Konzert wor net. Des is erst heit.“ So 30. August ist nicht gleich Mo. 31. Aug....... Ohhhh.... eine Runde Mitleid für die arme Berni, die das ganze WE im Auto verbracht hat, für ein nettes Abendessen in Udine, aber letzlich kein heiß ersehntes Coldplay-Konzert zu hören bakem aber.... Gott sei Dank gibt’s den Hellmi, der in heroischer, selbstloser Aufopferung (es ist ja nun mal ein sehr großes persönliches Opfer auf ein saugeiles Coldplaykonzert fahren zu MÜSSEN .... ;-) ) angeboten hat, Berni mit seinem BMW-Raumschiff nach Udine zu fliegen („Hellmi ist da“ *lala, sing, sing*) .... Also machten sich Hellmi und Copilot Sokrates (alias Berni) nach dem Mittagessen auf nach Udine...

Um 12 Uhr hieß es dann „Kamingespräch“ mit Vizekanzler und Finanzminister Josef (Peppi) Pröll; ein „Kamingespräch“ der besonderen Art, welches als gemeinsames Mittagessen getarnt, den Teilnehmern besonderen Anreiz zu erscheinen gab (die Stube war knackevoll *g*) So wurde dann zwischen Speckknödelsuppe, Backhendelsalat und Käsespätzle über Tagespolitische Themen, Persönliches und auch ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert… (auf die Aussage, dass er mit 20 Vater geworden ist und das folgende Gegenargument, dass wir uns „ranhalten müssen“ meinte er „ I was wie des geht“, also liebe Mädels, dann ran an den Mann….. ).
Dann wurde noch ein nettes Foto fürs Erinnerungsalbum geschossen und alle gingen ihre Wege…
Die Supermotivierten gingen zum Bankenseminar oder ins Kongresszentrum, manche fielen ins Bettchen und schliefen noch eine Runde die Anstrengungen des vergangenen Wochenendes aus.

Um 16:30 fand das Gespräch „Wie viel Europa bracucht die Finanzkrise statt“, das äußerst gut besucht, auch in unserer Gruppe großen Andrang fand, was sich darin äußerte, dass nur wenige von uns das Privileg eines Sitzplatzes genossen.... Pauli, Georg und ich lösten endlich unsere lang geplante Tennispartie ein *schwitz,schwitz*.

Um 20:30 – Empfang im Hotel Alphof.... Das tagelange Training der Strategie, Buffetgemeinschaften zu bilden, um schnelleres une effektiveres „Futterfassen“ zu gewährleisten, scheint sich rentiert zu haben – Resultat: IG NÖ hatte einen Tisch, Essen von beiden Buffets (inkl. Nachspeisen) und Getränke in Mindestzeit !!!! Na wenn das nicht mal ein riesen Erfolg war! Die nächste Bewährungsprobe steht allerdings bereits am Di Abend beim Empfang der OENB an....
Die Gruppe ließ den Abend noch gemütlich ausklingen... bei einem Glas Wein, in der Alphofdisco oder in den „eigenen“ 4 Wänden bei einer Tasse Tee......
In Alpbach ist momentan die Hölle los. UNO - Generalsekretär Ban Ki-moon ist heute in Alpbach und hat gerade mit Außenminister Spindelegger und EU-Komissarin Ferrero-Waldner die Politischen Gespräche eröffnet.

Gestern Abend wurde der Geburtstag von Daniel kräftigst gefeiert, die restlichen Bewohner des Hauses waren nicht so begeistert, wir hatten aber jedenfalls unseren Spaß, einige gingen danach noch auf das Media-AIDS Clubbing im Alphof, andere in die gute alte Waschkuchl und ließen dort die Nacht ausklingen ;)!

Am Vormittag sind die niederösterreichischen Alumni und Stipendiaten auf den Berg gefahren und haben dort die gestrige Nacht analysiert und kräftigt gefuttert. Die meisten waren für die Wanderung zu müde und sind daher direkt ins Gasthaus gegangen, ein paar Motivierte haben noch den Berg erklommen und sich das Mittagessen quasi verdient.

Heut gibt´s jedenfalls noch einen Empfang, mal sehen was der Abend noch si bringt ;)!

Auf diesem Wege nochmals ALLES GUTE DANIEL!
Der Tag begann für einige Stipendiaten mit einem Ausflug in die Svarovski Kristallwelten nach Wattens, welcher vom Standing Committee organisiert wurde.

Am Nachmittag fanden weitere Technologiegespräche statt, ebenso startete das Networking-Seminar.

Für die Ereignisse des Abends lassen wir ein Foto sprechen...Titel: Wie bekommt man möglichst viele Leute in unser Appartment?

...ganz einfach: zu Daniels Geburtstag wurde in die Party-WG eingeladen und gebührend gefeiert.

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Nachdem die gesamte Party-Crowd gegen Mitternacht lauthals zu altbekannten Liedern im Kollektiv gröhlte, ging es zur Afterhour in den Alphof zum dortigen Clubbing. Wie immer endete der Tag für einige in der Waschkuchl.

Daniel & Hellmi
Der heutige Tag stand bis jetzt ganz im Zeichen der Arbeitskreise der Technologiegespräche. Beispielsweise wurden in der Sektion über die Universitäten und ihre Verantwortung für die Zukunft Fragestellungen zu Masse vs. Klasse, zu Lehre und Forschung, zum Bologna-System, zu universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen etc. diskutiert. Für die Beiträge aus dem Publikum boten BM Dr. Hahns einleitende Worte, das Hauptaugenmerk der Universitäten solle nicht auf der Exzellenzförderung sondern auf der allgemeinen (Aus)bildung liegen, den ersten Ausgangspunkt.
Nach einer Kaffeepause folgt jetzt gleich ein Vortrag über innovative Forschungsstandorte - Regionen im Wettbewerb.
9 Uhr Morgens, die Sonne strahlt über Alpbach die Vögel zwitschern und alle Studenten finden sich in den Arbeitkreisen der Technologiegespräche ein um über die Themen zu diskutieren, mit denen wir uns in naher Zukunft auseinander setzen werden.

Wirklich alle Studenten?? Nein, denn viele Stipendiaten des Club Alpbach Niederösterreich sind noch nicht ganz in der Verfassung sich schon mit inhaltlich Schwerwiegendem zu beschäftigen sonder werden viel mehr noch von der letzten Nacht beschäftigt! ;)

Die Waschkuchl wurde bis in die frühen Morgenstunden gerockt. Zu Beginn noch so vollgestopft, dass man sich kaum vernünftig bewegen konnte und manche unserer IG Mitglieder wortwörtlich auf Stipendiatinnen klebten, brachen nach und nach die Leute ab, bis Niederösterreich als "last man standing" trotzdem immer noch einheizte!!

Von Morning Glory war dafür auch nichts zu sehen, als wir uns in der Früh (die letzten so gegen 14:00) aus den Betten schleppten. 3 ganz besonders ehrgeizige, sportliche und gutaussehende junge Männer gingen wandern, einige zu den Gesprächen aber wenn man sich so umhört war der Tagesablauf generell eher: Nägel lackieren, Wäsche oder Geschirr abwaschen, Ausruhen ...

Aber einen Tag der Ruhe haben auch wir uns verdient!

...so that's the story
Mit einem Brunch (gesponsert von der Tiroler Zukunftsstiftung) um 10:00 war ein gemütlicher Start in den Tag gesichert. Das Buffet eröffnete sich, in Ermangelung einer Rede, im Laufe des Vormittags von selbst und es bot sich hier die erste Gelegenheit mit Personen aus der Technologiebranche in Kontakt zu kommen.

Von 13:00 bis 14:00 fanden die Eröffnungsreden von Doris Bures und Dr. Johannes Hahn statt. Besonders der Appell die Doktoranden besser zu fördern und zu unterstützen, fand einen Spontanapplaus der entsprechenden Zielgruppe. Daran anschließend hielten einige hochkarätige Persönlichkeiten Kurzreferate zum Thema „Wege aus der Krise – Neue Perspektiven durch Forschung und Innovation?“: Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Robert Huber, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Executive Vice President Dr. Reinhard Ploss von Infenion, sowie Claus Raidl, Vorstandsvorsitzender der Böhler-Uddeholm AG, Präsident des Generalrates der Österreichischen Nationalbank und Mitglied des Institute for Science and Technology Austria (ISTA).

Nachmittags fand eine Hochschuldebatte mit Dr. Erhard Busek und Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß auf der Terrasse des Alphofs statt (siehe Blogeintrag von Magdalena Marhold).

Hochschuldebatte

Besonders spannend war die Diskussion zwischen dem ehemaligen Bischof der evangelischen (A.B.) Kirche Österreich Mag. Herwig Sturm und Bischof der Diözese Innsbruck Dr. Manfred Schreuer zum Thema „Ökumene in der Krise?“. Das Publikum war sehr aktiv, die beiderseitigen Standpunkte wie erwartet leider unversöhnlich und Dr. Buseks Moderation stets diplomatisch.

Ökumene in der Krise?

Dieser intensive Tag wurde von einem Empfang der Forschung Austria im schicken Böglerhof gekrönt, wo auch wieder interessante Menschen aus Österreichs Wissenschaft und ihrem Umfeld für ein Gespräch bei einem Gläschen Wein zu haben waren.
Heute war einer der ereignisreichsten und buffetreichesten Tage bis jetzt! :)

Es ging von einem Buffet zum Nächsten (Frühstück mit der Jungen Industrie + anschließender Technologiebrunch) und einige Sportliche betätigten sich auch vorbildlich beim Fußball!
Nach sehr interessanten Vorträgen und Kamingesprächen (siehe unten ;) ) wurde dann auch der Geburtstag von der Berni gebührend gefeiert!
HAPPY BIRTHDAY nochmal!!!

Und jetzt gehts zum Technologieempfang, auf den wir uns schon alle freuen! :)
gab es heute Nachmittag von 16.30 bis 18.00 im Hotel Alphof.

Diskutiert haben, neben zahlreichen interessierten Teilnehmern am Podium Erhard Busek, Wissenschaftsminister a.D. und Jürgen Mittelstraß, Vorsitzender des Wissenschaftsrates.

Debattiert wurde u.a. über das Verhältnis von Universitäten zu den Fachhochschulen, die Zulassung zu Studien, die Autonomie der Universitäten und deren Budget, das Universitätsgesetz 2002 und natürlich seine dazugehörige Novellierung 2009, die erst vor kurzem beschlossen wurde.

Trotz der großen Andrangs, konnten zahlreiche Fragen aus dem Publikum gestellt und beantwortet werden, so zum Beispiel, ob die Studierenden in der Budgetdebatte streiken hätten sollen und warum es nicht möglich ist einen bildungspolitischen Diskurs, fern ab on Parteifarben und Idealen zu führen.

Abschließend gab Dr. Busek allen Anwesenden eine Denkaufgabe:
Ist es wirklich notwendig, dass wir ein "Titelland" sind und versuchen möglichst viele Titel auf unsere Visitenkarten zu platzieren?
Heute ist wieder mal - so wie eigentlich immer - ein aufregender Tag in Alpbach.
Schon um 8 Uhr waren wir von der Jungen Industrie zum Frühstück im Gasthof Post eingeladen. Gestärkt, voller Kraft und voller Motivation machte sich ein Teil der sportlichen Stipendiaten auf den Weg zum Fußballplatz wo vom Standing Comittee ein Fußballturnier organisiert wurde. Unsere Burschen und Mädels machten sich auf dem Rasen richtig gut und zeigten sich von ihrer besten und sportlichsten Seite :-) womit sie die IG Niederösterreich großartig vertraten. Natürlich wurden sie auch von den besten Fans lautstark unterstützt.

Währenddessen fand im Alphof schon der Technologiebrunch statt, welcher die Eröffnung der Technologiegespräche einleitete. Die Technologiegespräche zählen zu den Highlights des Forums Alpbach 2009 und beinhalten großartige Gespräche wie zum Beispiel über Stammzellenforschung.
Heute Abend erwartet uns noch der Abendempfang und danach wird Berni’s Geburtstag anständig gefeiert! HAPPY BIRTHDAY BERNI!!! :-)

Alpbach verbindet somit Wissen, Sport, .... mit jeder Menge Spaß.

26
Aug

August 26

Alpbach wurlt schon langsam.....morgen beginnen die Technologiegespräche, das Dorf wird voller und voller und die Hotelpreise steigen.

Gestern Abend gab´s noch eine kurze Roomparty bei Hellmi, obwohl er nicht anwesend war, dann sind noch einige Stipendiaten mit guter Ausdauer in die Waschkuchl gegangen. Dort sind die Leute schon bei den Fenstern rausgeklettert, weil durch den starken Andrang die Tür quasi verriegelt war. Aufgrund des anstrengenden Marsches auf den Berg haben es gestern viele vorgezogen, früh schlafen zu gehen.

Heute war der letzte Seminartag, die Teilnehmer konnten noch allfällige Unterschriften sammeln beziehungsweise einfach an den regen Seminardiskussionen teilnehmen. Beim Gender Cocktail gab´s interessante Gespräche und gratis Versorgung. Wie oft in Alpbach gibt´s am gleichen Tag Sonne und Regen, am Abend findet noch ein Jazzkonzert statt und danach steirischer Waschtag in der Waschkuchl, worauf wir uns alle schon sehr freuen und deswegen schließ ich jetzt hier!

Wir freuen uns auf die nächsten Tage!

Fotos folgen!
Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht! Die Seminare sind vorbei und ab morgen geht es richtig los mit den Gesprächen...

Einen Vorgeschmack auf die Empfänge gab es übrigens heute schon - dieses Mal wirklich ;-) - beim Gender Cocktail. Neben interessanten Beiträgen zur Männer-Karenz und Frauen in der angewandten Forschung gab es auch ein gutes Buffet und nettes Zusammensitzen im Böglerhof.
Jetzt geht's noch weiter zum Jazzkonzert - deshalb ist dieser Eintrag auch schon wieder vorbei!
Heute fanden das letzte Mal Seminare statt. Am Nachmittag konnte man sich bereits im Kongresszentrum die Certificates für absolvierte Seminare abholen.
Wanderung auf den Gratlspitz

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Kamingespräch mit Othmar Karas

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Am Abend wollte der Großteil der Stipendiaten zum WKO-Empfang gehen. Schon im Vorhinein kursierten Gerüchte darüber, wer an diesem Empfang teilnehmen dürfe. Schließlich stellte sich heraus, dass nur jene Stipendiaten am Empfang teilnehmen konnten, welche auch für die Reformgespräche angemeldet waren. Wir beschlossen daher, dass wir entweder geschlossen zum Empfang gehen würden oder geschlossen nicht daran teilnehmen würden. Am Ende ging der Großteil Pizzaessen. Nur einige hielten nichts von Solidarität und gingen dennoch zum Empfang.....
Üblich ist er nicht, der heutige Treffpunkt. Und es liegt nicht am braven Haus Lederer, das wir schemenhaft erkennen, als wir zum vereinbarten Date erscheinen. Aber was ist schon üblich in Alpbach? "Typisch Alpbach" inkludiert, das wissen wir nun, nicht nur "g'scheit reden" bei Seminaren, Diskussionen, Kamingesprächen. Alpbach fordert viel: heute besteht die Herausforderung in Bergschuh, Petzl-Light und der Extraportion Energie, als wir uns um 3.45 Uhr zur Sonnenaufgang-Tour treffen. Im Marathon-Tempo (gut, also vielleicht im Marathon-Endspurt-Tempo) starten wir Richtung Gratlspitz, und kämpfen auf den Steigen mit Licht, Luft und Lage. Alle halben Stunden heißt's "Nur noch eine Stunde!" und die langsamen Überzuckerer zählen 1 und 1 erst jetzt zusammen: warum gehen wir 2,5 Stunden vor Sonnenaufgang los? Weil wir wohl 2,5 Stunden zur "Aussichtsplattform" brauchen werden, die malerisch in Form einer morgentauen Wiese unter dem Gipfelkreuz auf 1.894 Meter liegt. Mit Rhythmus und der langsam beginnenden Dämmerung geht's Schritt für Schritt besser, und auch die ungeübten, nicht bergaffinen Zweifler unter uns wollen spätestens in der Latschenzone nur noch eins: zum Gipfel! Und wir werden belohnt. Wir schaffen's, vor Sonnenaufgang, ans Ziel, und werden mit Panoramablick, Bilderbuchsonnenaufgang und Schoki für alle Strapazen entlohnt. Ein Gipfel - und was für einer!

In der Abstiegscompetition "Steil und Kurz" vs. "Lang und Flach" gewinnt eindeutig und mit fast 3 Stunden Vorsprung die erste Gruppe, während die zweite Gruppe zäh und behende auf der Alpbach entgegengesetzten Seite absteigt, und die Gratln, auf deren Spitz wir waren, umrunden muss. Die 4 Stunden Abstieg bieten jedoch Gamsanblick, Himbeerstauden und ein stärkendes Frühstück auf der Holzeralm und formen unerwartet einen richtig feinen Vormittag nach dem schon sehr feinen Morgen.

Die Afternoonsessions ziehen an den anwesenden, recht müden niederösterreichischen Seminaristen erwartet unintensiv vorbei, spätestens zum gerade stattfindenden Kamingespräch mit Otmar Karas sind aber alle wieder topfit, und freuen sich auf den Ausklang eines langen Tages im nun bereits dritten Outfit des Tages beim Empfang der Wirtschaftskammer.

Alpbach demands! But hey... what did you expect?